Im aktuellen Falter ist eine etwas befremdliche Kolumme zu finden, auf die ich mit folgendem Leserbrief reagiert habe. Danke an Ingrid, Matthias und Wolfgang für das rasche Feedback zum ersten Entwurf.
Zur Kolumne: Speibe- statt Bleiberecht
Es ist schlichtweg falsch, dass sich die Katholische Jugend nicht zu „rassistischen Psychopathen" äußern würde. Als eine der größten Jugendorganisationen Österreichs ist uns das konsequente Auftreten gegen jede Form von Rassismus ein großes Anliegen, das wir bei unterschiedlichen Gelegenheiten unterstrichen haben: Unter dem Motto „Kulturvernetzung statt Volksverhetzung" haben wir uns gemeinsam mit anderen Jugendorganisationen im Juni der Initiative von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gegen menschen- und religionsverachtende Parolen in der Politik angeschlossen. Die T-Shirts der Initiative „Ich bin Ausländer -fast überall" haben deutlich gemacht, dass auch wir Fremdenhass zum „Speiben" finden. Im Gegensatz zu manchen Schreibtischtätern belassen wir es nicht bei schönen Worten, sondern setzen konkrete Schritte, um Vorurteile bei jungen Menschen keine Chance zu geben: Aus diesem Grund hat etwa vergangenes Jahr in Wien unter dem Titel „kick'n'pray" ein interreligiöses Fußballturnier stattgefunden. Zahlreiche Behelfe unterstützen die zehntausenden KJ-Ehrenamtlichen in Österreichs Pfarren, die tagtäglich wertvolle Aufklärung und Sensibilisierung in ihrer Arbeit mit Jugendlichen leisten. Alles andere wäre mit unserem christlichen Glauben und der Überzeugung, uns auf dieser Basis für eine bessere Welt einzusetzen, nicht vereinbar.
Stephan Bazalka
Ehrenamtlicher Vorsitzender der Katholischen Jugend